Inflow ist ein Kurs. DopaLoop ist dein täglicher Begleiter.
Inflow bietet ein strukturiertes CBT-Kursprogramm für ADHS – ein valider Ansatz für viele. Seit der Übernahme durch Cerebral (März 2026) verbindet es Coaching mit Telehealth-Services. Aber nicht jeder braucht einen festen Kurs. Wenn du einen flexiblen, privaten Habit Tracker suchst, der sich an dein Leben anpasst, ist DopaLoop die Alternative.
Kostenlos testen – alle Daten bleiben auf deinem Gerät
Der ehrliche Vergleich
Inflow hat vielen Menschen mit ADHS geholfen und wurde im März 2026 von Cerebral übernommen. Die Ansätze unterscheiden sich in wichtigen Punkten.
| Feature | DopaLoop | Inflow |
|---|---|---|
| Ansatz | Flexibler Habit Tracker | CBT-Kursprogramm |
| Datenschutz | 100% lokal auf Gerät | Cloud-basiert |
| Goals-First | Goals-First System | Kursstruktur |
| Apple Watch | Apple Watch App | Nicht verfügbar |
| HealthKit | Automatisch via HealthKit | Nicht verfügbar |
| Voice Journaling | Voice Journaling lokal | Nicht verfügbar |
| Preis | Ab 5,99€/Monat | Ab 14,99€/Monat |
Stand: April 2026. Preise können je nach Region variieren.
Warum von Inflow zu DopaLoop wechseln?
100% privat – deine ADHS-Daten gehören dir
Inflow speichert deine Daten auf Cloud-Servern. Seit der Cerebral-Übernahme (März 2026) ist unklar, wie sich die Datenrichtlinien entwickeln. DopaLoop hat keine Server. Deine Habits, dein Journal, deine Fortschritte – alles bleibt auf deinem iPhone. Kein Account. Keine Daten, die geleakt werden können.
Flexibel statt starr – kein fester Kursplan
Inflow hat einen festen Kurs mit Modulen und Lektionen. Das funktioniert für manche – aber bei ADHS sind nicht alle Wochen gleich. DopaLoop passt sich deinem Rhythmus an. Du trackst, was du brauchst, wann du es brauchst.
Goals-First statt Kursstruktur
Inflow organisiert Inhalte in Kursmodulen. DopaLoop organisiert deine Habits unter deinen persönlichen Zielen. Du weißt immer, warum du etwas tust – nicht nur was du tun sollst.
Apple Watch – Tracking in 3 Sekunden
Handgelenk heben, tippen, fertig. Inflow bietet keine Apple Watch App. DopaLoop schon – mit haptischem Feedback und schnellem Check-in vom Handgelenk.
Voice Journaling – lokal und privat
Abends zu erschöpft zum Tippen? Sprich einfach. WhisperKit transkribiert direkt auf deinem iPhone. Inflow bietet kein Voice Journaling. Für ADHS-Abende, an denen Tippen zu viel ist, ein entscheidender Unterschied.
Lifetime-Option – einmal zahlen, für immer nutzen
Inflow bietet nur ein monatliches Abo. DopaLoop hat eine Lifetime-Option für 49,99 Euro – einmal zahlen, alle zukünftigen Updates inklusive. Keine wiederkehrenden Kosten.
Wechseln ist einfach
In wenigen Minuten von Inflow zu DopaLoop
- 1Überlege, welche Gewohnheiten aus dem Inflow-Kurs du im Alltag beibehalten willst.
- 2Erstelle in DopaLoop Ziele, die diesen Gewohnheiten Bedeutung geben.
- 3Füge deine wichtigsten Habits hinzu – jetzt mit flexibler Intensitätsskala.
- 4Genieße die Freiheit: Kein fester Kursplan. Tracking in deinem Tempo.
Vom Entwickler — anderes Werkzeug, gleicher Kasten
Inflow ist kein Habit-Tracker — und das ist wichtig
Ich bin Stephan, 48, ADHS mit 47 diagnostiziert, und ich habe Inflow ein paar Wochen ernsthaft ausprobiert. Vorab: Inflow und DopaLoop sind nicht im selben Werkzeugkasten. Diese Seite hat „inflow-alternative" im Titel, weil Google so danach sucht — aber die ehrlichere Beschreibung wäre „Inflow oder DopaLoop". Beide haben einen Platz. Wenn ich dich am Ende dieser Seite überzeugt habe, beide zu installieren, hat sie ihren Zweck erfüllt.
Inflow ist eine ADHS-Coaching-App auf CBT-Basis (kognitive Verhaltenstherapie). Sie ersetzt keine Therapie, aber sie liefert strukturierte Psychoedukation — Module zu Prokrastination, Impulsivität, Vermeidung, Emotionsregulation, dazu täglich neue Inhalte. Aktuell ungefähr 48 USD pro Monat mit Live-Coaching, 22 USD pro Monat nur als Lern-App (Stand 2026, Preise schwanken).
DopaLoop ist ein Tool für den Alltag. Du schlägst es an der Ampel auf, hakst eine Habit ab, schließt es wieder. 30 Sekunden. Inflow ist eine Lernreise. Du nimmst dir 15–30 Minuten am Stück und arbeitest dich durch ein Modul. Zwei verschiedene Time-Budgets, zwei verschiedene Zwecke.
Was Inflow für ADHS-Hirne gut macht
Inflow baut auf CBT-Prinzipien auf, die in der ADHS-Forschung als wirksame psychologische Intervention bei Erwachsenen gut belegt sind. Eine Meta-Analyse von Knouse, Teller & Brooks (2017, Journal of Consulting and Clinical Psychology) hat 32 Studien zur CBT-Behandlung bei erwachsenem ADHS ausgewertet und Effektgrößen gefunden, die mit den als „well-established" geltenden Verhaltenstherapien für Kinder mit ADHS vergleichbar sind. Inflow übersetzt das in App-Form: keine Therapie, aber Werkzeuge, die in derselben Tradition stehen.
Für jemanden, der gerade frisch diagnostiziert wurde — so wie ich vor neun Monaten — ist diese strukturierte Lernerfahrung genau das, was man oft erst nach Monaten in einer Praxis bekommt. Was ist Dopamin-Dysregulation? Was ist RSD? Wie funktioniert Time Blindness? Inflow hat dazu sauber aufgebaute Module, geschrieben von Leuten mit klinischem Hintergrund.
Edward Hallowell, der mit Driven to Distraction (1994) faktisch die moderne ADHS-Erwachsenen-Literatur begründet hat, arbeitet seit Jahrzehnten mit einem ausdrücklich Stärken-basierten Coaching-Ansatz. Inflow steht in dieser Tradition: nicht „dein Defizit reparieren", sondern „die Strategien lernen, die für dieses Gehirn funktionieren". Genau das ist das Wertversprechen.
Die Community-Schicht — Live-Coaching-Calls, Peer-Discussions — adressiert das Isolationsgefühl, das viele Spät-Diagnostizierte beschreiben. Wenn du der Typ bist, der durch das Reden mit anderen lernt, ist die Coaching-Stufe (~48 USD/Monat) ein echter Wert.
Wo Inflow für den Alltag nicht reicht
Das, was Inflow stark macht — strukturierte Lern-Module mit ordentlich Text und Reflexionsaufgaben — ist gleichzeitig sein Limit. ADHS-Hirne, die gerade in der Akutphase sind („ich vergesse heute zu essen, wenn mich nichts daran erinnert"), brauchen kein Modul. Sie brauchen einen Anker.
Konkret: Inflow hilft mir zu verstehen, warum mein Belohnungssystem auf eine 2-Wochen-Deadline nicht reagiert. DopaLoop hilft mir, heute Morgen ein Glas Wasser zu trinken. Das sind zwei verschiedene Probleme. Wer das eine versucht mit dem Werkzeug für das andere zu lösen, hat einen schlechten Tag.
Die zweite Sache: Inflow verlangt Lesezeit. Auf der App-Store-Seite tauchen in den Reviews regelmäßig Beschwerden auf, dass die Module „viel zu lesen" enthalten — was bei ADHS-typisch limitierter Lesegeduld ein realer Friktionspunkt ist. Wer in seiner schlechtesten ADHS-Woche eine App öffnet und dann sechs Absätze CBT-Theorie sieht, schließt die App wieder.
Und drittens: Inflow synchronisiert über Server, hat Account-Logins, sammelt Verhaltensdaten zur Verbesserung der App. Das ist branchenüblich für Coaching-Plattformen — und es ist die Voraussetzung für die Community-Features. Aber wer für ADHS-Daten denselben Privacy-Standard will wie für Bankdaten, hat einen architektonischen Konflikt mit Inflow.
Was DopaLoop anders macht — und was es ausdrücklich nicht macht
Was ich nicht ersetze:
- CBT-Lerninhalte. Wenn du Psychoedukation suchst, ist Inflow die richtige Adresse. DopaLoop hat keine Lern-Module, kein Coaching, keine Community.
- Coaching, Therapie, klinische Intervention. Ich bin Software-Entwickler, kein Psychologe. Wenn du gerade frisch diagnostiziert bist und psychoedukatives Material brauchst, geh zu Inflow oder direkt zu einem Therapeuten.
Was ich stattdessen tue:
- Tool für den Alltag, 30 Sekunden Touch. Habit abhaken, Intensität von 0–5 setzen, weiter mit dem Tag. Kein Modul, keine Reflexion, kein Calendar-Booking.
- Goals-First. Habits hängen an Zielen, mit Gewichtung. Die zentrale Anzeige ist der Goal-Fortschritt, nicht ein Module-Counter.
- Lokal, kein Account. Keine Cloud-Speicherung. Keine User-DB. Kein Analytics-SDK. Watch-Sync läuft via
WatchConnectivity. Es ist technisch unmöglich, dass jemand außer mir auf meinem Gerät die Daten sieht. - Goals-orientierte Anzeige nutzt direkt das Belohnungssystem. Volkow et al. (2009, JAMA) haben gezeigt, dass das mesolimbische Dopamin-System bei ADHS messbar reduziert ist — weniger D2/D3-Rezeptoren in der Region des Nucleus accumbens. Eine App, die zeigt „du bist 62% deinem Ziel näher", produziert mehr Aktivierung als „du hast 14 Häkchen gemacht". Das ist Architektur, kein Marketing-Claim.
Wann du Inflow brauchst, wann DopaLoop, wann beide
Nimm Inflow, wenn:
- Du bist frisch diagnostiziert und brauchst strukturierte Psychoedukation
- Coaching und Community sind dir wichtig, du lernst durch Reden mit anderen
- Du hast 15–30 Minuten am Tag Lern-Budget, ohne dass das deinen Akku frisst
- Der monatliche Preis (22–48 USD) passt in dein Budget
Nimm DopaLoop, wenn:
- Du brauchst ein Werkzeug für den Alltag, nicht eine Lernreise
- 30-Sekunden-Touches sind dein realistisches Engagement-Maximum
- Goals-First-Logik ist für dein Hirn ein stärkerer Anker als Module-Lernen
- Lokal-only, kein Account, ist non-negotiable
- Du bist Apple-only (iPhone + optional Watch)
Nimm beide, wenn:
- Du bist frisch diagnostiziert UND brauchst ein Alltagswerkzeug — Inflow für die Theorie, DopaLoop für die Praxis. Das ist ehrlich gesagt mein eigenes Setup gewesen in den ersten Monaten nach der Diagnose.
Das ist keine Wettbewerbs-Aussage. Es ist eine Funktionsbeschreibung. Habit-Tracker und Coaching-App sind verschiedene Werkzeuge. Wer das eine sucht und das andere bekommt, ist enttäuscht. Wer beide kennt, kombiniert sie.
Häufige Fragen
Über den Autor
Stephan Eberle · Founder, DopaLoop
Ich bin Stephan, Senior-Engineer mit über 25 Jahren Praxis und spätdiagnostizierter ADHSler. DopaLoop baue ich für die Hirne, die Standard-Habit-Tracker zermürben — privat, On-Device, Goals-First. Auf Medium schreibe ich offen über Shipping-Angst, Hyperfokus und den Rabbit-Hole-Portfolio-Effekt.